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Top 5 Nachrichten der Woche
COVID-19
Dienstag, 17. November 2020 11:13 Uhr
Covid-19: Infektionsfälle am Standort Pömbsen an der Schule unter der Iburg
Donnerstag, 12. November 2020 14:20 Uhr

Kreis Höxter (red). Die 7-Tages-Inzidenz im Kreis Höxter steht aktuell bei 96,26. Wie das Kreisgesundheitsamt am Donnerstagmorgen mitteilte, hat der Kreis Höxter 28 neue Coronafälle binnen 24 Stunden zu beklagen – zugleich gelten weitere 16 Personen als genesen. In Summe ist die Anzahl der aktiven Fälle von 273 auf 285 angestiegen.

Insgesamt hat der Kreis Höxter bisher 959 Coronafälle, davon sind 654 genesen und 20 Personen sind verstorben. Infektionen in der Übersicht (in Klammern Werte von gestern): Bad Driburg 44 (-3), Beverungen 17 (+2), Borgentreich 23 (-1), Brakel 61 (+5), Höxter 35 (+2), Marienmünster 4 (+2), Nieheim 7, Steinheim 43 (+1), Warburg 36 (+4) und Willebadessen 15.

Mittwoch, 11. November 2020 15:45 Uhr

Kreis Höxter (red). „Die Nachverfolgung von Kontaktpersonen hat derzeit höchste Priorität bei der Eindämmung des Infektionsgeschehens“, erklärt der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Ronald Woltering. Deshalb hat der Kreis Höxter das Nachverfolgungsteam erneut personell verstärkt. Landrat Michael Stickeln begrüßte die neuen Corona-Scouts im Kreishaus und dankte allen, die an der Pandemiebekämpfung mitwirken, für ihre engagierte Arbeit.

In den vergangenen Wochen waren bereits zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Verwaltungsbereichen hinzugezogen worden, um den Gesundheitsdienst und den Bevölkerungsschutz bei der Bewältigung ihrer Aufgaben tatkräftig zu unterstützen. „Die Zahl der Infizierten und der Menschen in Quarantäne ist jedoch seit Oktober so stark angestiegen, dass unser eigenes Personal nicht mehr ausreicht“, erklärt Landrat Stickeln.

Kreis Höxter (red). Über das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr hatte der Kreis Höxter deshalb Verstärkung angefordert. Zehn Soldaten vom ABC-Abwehrbataillon 7 aus Höxter unterstützen das Team der Nachverfolgung bis Ende November. „Die meisten von ihnen sind im Kreis Höxter beheimatet und kennen die Region“, erklärt der Leiter des Kreisverbindungskommandos, Oberstleutnant Jens Markus. Auch der Medizinische Dienst Westfalen-Lippe hat personelle Verstärkung bereitgestellt. Darüber hinaus hat der Kreis Höxter weiteres Personal eingestellt, das nicht nur bei der Nachverfolgung, sondern auch bei der Durchführung von Tests hilft.

Aktuell sind 273 Personen aktiv infiziert (Stand 11. November 00 Uhr). Mehr als 1.500 Personen befinden sich in angeordneter Quarantäne. „Nicht nur die hohen Infektionszahlen sind für die Behörden eine immer größer werdende Herausforderung, sondern auch die sprunghaft angestiegenen Quarantänefälle“, erklärt der Landrat. Um Infektionsketten zu unterbrechen und eine weitere Ausbreitung des neuartigen Virus SARS-CoV-2 zu verhindern, ist es ganz entscheidend, die Kontaktpersonen von bestätigten Fällen zu ermitteln und nachzuverfolgen.

„Aktuell haben sich Infektionszahl auf hohem Niveau stabilisiert. Aber dies ist nur eine Momentaufnahme. Die weitere Entwicklung ist gegenwärtig schwer vorherzusagen“, erläutert der Leiter der Abteilung Gesundheitsdienst des Kreises Höxter, Dr. Wilfried Münster, das Infektionsgeschehen im Kreis Höxter, das weiterhin dynamisch und diffus sei. Das bedeutet: „In allen zehn Städten kommt es zu Infektionen. Die Verbreitung des Virus lässt sich nicht auf bestimmte Ursachen zurückführen. Die meisten Ansteckungen erfolgen nach wie vor durch Zusammenkünfte im privaten Bereich“, so Dr. Münster.

Weiterhin wächst täglich der Kreis der Menschen, deren Kontakte nachverfolgt werden müssen, um Infektionsketten zu unterbrechen. „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kreises und der zehn Städte arbeiten unter Volllast für den Schutz der Bevölkerung“, sagt Landrat Michael Stickeln. Innerhalb von nur vier Wochen sei die Zahl der COVID-19-Infektionen im Kreis Höxter von zwölf (8. Oktober) auf den Höchststand von 300 aktiven Infektionen (6. November) angestiegen. Waren am 8. Oktober noch 102 Personen in Quarantäne, so sind es derzeit rund 1.500 Personen.

„Wegen der hohen Zahlen ist die Nachverfolgung mit einem sehr hohen Aufwand verbunden“, sagt Landrat Stickeln. Deshalb sei er sehr dankbar für die Unterstützung durch die Bundeswehr und den medizinischen Dienst. Im Haus der Bildung, dem im Januar eröffneten neuen Verwaltungsgebäude, wurde eine komplette Etage für die Kontaktpersonennachverfolgung freigeräumt.

Landrat Stickeln bittet die Bevölkerung deshalb, ihre Begegnungen mit anderen Menschen auf die nötigsten Kontakte zu begrenzen. „Eine wirksame Eindämmung ist nur möglich, wenn alle gemeinsam ihre Kontakte einschränken und sich an die Abstands- und Hygieneregeln halten, um Ansteckungen möglichst zu verhindern“, so der Landrat.

Foto: Kreis Höxter

 

Mittwoch, 11. November 2020 10:35 Uhr

Kreis Höxter (red). Die 7-Tages-Inzidenz im Kreis Höxter bleibt weiterhin im Bereich der 100er-Marke. Wie das Kreisgesundheitsamt am Mittwochmorgen mitteilte, hat der Kreis Höxter 28 neue Coronafälle binnen 24 Stunden zu beklagen – zugleich gelten weitere 24 Personen als genesen. In Summe ist die Anzahl der aktiven Fälle von 269 auf 273 angestiegen.

Leider musste das Kreisgesundheitsamt auch eine traurige Nachricht überbringen: „Eine Person, die in häuslicher Umgebung in Beverungen wohnte und positiv auf das Virus SARS-CoV-2 getestet worden war, ist im Alter von 85 Jahren verstorben.“

Insgesamt hat der Kreis Höxter bisher 931 Coronafälle, davon sind 638 genesen und 20 Personen sind verstorben. Infektionen in der Übersicht (in Klammern Werte von gestern): Bad Driburg 47 (-3), Beverungen 15, Borgentreich 24 (-1), Brakel 56 (-3), Höxter 33 (+6), Marienmünster 2 (-1), Nieheim 7 (+1), Steinheim 42 (+2), Warburg 32 und Willebadessen 15.

Sonntag, 08. November 2020 11:11 Uhr

Kreis Höxter (red). Die 7-Tages-Inzidenz im Kreis Höxter ist am heutigen Sonntag erstmals wieder unter die 100er-Marke gefallen. Das Kreisgesundheitsamt übermittelte einen Wert von 96,26 (gestern 106,95), nachdem von Samstag auf Sonntag neun neue Fälle und vier weitere genesene Personen gemeldet worden sind. Zurzeit sind 881 Coronafälle, 270 aktive Fälle und 592 Genesene bekannt. 

Infektionen in der Übersicht (in Klammern Werte von gestern): Bad Driburg 51 (-1), Beverungen 15 (+1), Borgentreich 25 (-1), Brakel 56 (+3), Höxter 28 (+1), Marienmünster 4, Nieheim 6, Steinheim 41 (+2), Warburg 31 und Willebadessen 13.

Region Aktiv
Montag, 23. November 2020 17:31 Uhr
Mordfall Frauke Liebs: Anwalt appelliert an Mitwisser - Straffreiheit und 30.000€ Belohnung
Montag, 23. November 2020 11:37 Uhr

Hembsen (red). "Es war bisher schon ein besonderes Jahr und wir konnten unser Schützenfest nicht feiern. Die Coronapandemie hat die Welt weiter im Griff und es zeichnet sich noch keine Entspannung ab. Liebe Schützen und Familien, aus diesem Grund werden wir unsere diesjährige Generalversammlung auch auf das nächste Jahr verschieben. Wir hoffen, dass wir im Frühjahr mehr darüber wissen, ob wir im Jahr 2021 Schützenfest feiern können. Der neue Termin zur Generalversammlung wird dann zeitnah bekannt gegeben. Bleiben Sie gesund", erklärt Martin Braun von der St. Johannes Schützengesellschaft Hembsen von 1590 e.V. in einem Statement.

Sonntag, 22. November 2020 12:58 Uhr

Kreis Höxter (red). Selbständig in den eigenen vier Wänden leben und sich dabei sicher fühlen – darauf müssen Menschen auch in Zeiten der Pandemie nicht verzichten. Seit dem ersten coronabedingten Lockdown bieten die Johanniter Lippe-Höxter allen Interessierten eine Bestellung und Installation des Hausnotrufs ohne persönlichen Kontakt an. Moderne Gerätetypen mit Plugand-Play-Technologie machen es möglich, die per Post oder verpackt vor die Haustür gelieferten Geräte ohne Vorkenntnisse selbst einzuschalten. „Einfach auspacken, an die Steckdose anschließen, mit einem Knopfdruck in Betrieb nehmen und schon ist der Johanniter-Hausnotruf betriebsbereit“, erklärt Melissa Klare, Leitung Vertrieb Hausnotruf der Johanniter Lippe-Höxter.

„Im Paket liegt eine Schnellanleitung und für weitere Unterstützung per Telefon steht unser Hausnotruf-Team zur Verfügung, das Kunden so lange bei der Installation begleitet, bis alles funktioniert.“

Persönlich oder kontaktlos – Kunden haben die Wahl

„Kunden haben die Wahl, denn natürlich stehen wir ihnen auch weiterhin – unter Einhaltung von Sicherheitsabständen und Hygienemaßnahmen – persönlich beratend zur Seite und übernehmen den Aufbau vor Ort“, so Melissa Klare weiter. „Die Pandemie bzw. die Angst vor Ansteckung aber sollte zumindest kein Grund sein, auf Sicherheit und Selbständigkeit im eigenen Zuhause zu verzichten“, ergänzt Matthias Schröder, Mitglied im Regionalvorstand der Johanniter Lippe-Höxter.

Der Hausnotruf der Johanniter-Unfall-Hilfe

Mehr als 200.000 Kundinnen und Kunden bundesweit vertrauen auf den JohanniterHausnotruf. Verschiedene Vertragsmodelle stellen sicher, dass der Notrufdienst genau das bietet, was Kunden individuell benötigen. Der Hausnotruf ist von den Pflegekassen als Hilfsmittel anerkannt.

Die Ausgaben für den Hausnotruf lassen sich als haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer absetzen. Weitere Informationen unter 0800 3233 800 (gebührenfrei) oder im Internet unter www.johanniter.de/hausnotruf

Foto: Johanniter

Sonntag, 22. November 2020 09:53 Uhr

Kreis Höxter (red). „Dies ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, die Ehrenamtlichen im Kreis Höxter noch besser zu vernetzen“, sagt Landrat Michael Stickeln mit Blick auf die neue Internetseite der Geschäftsstelle Ehrenamt. Mit dem neuen Online-Angebot baut der Kreis Höxter seinen Service noch einmal aus. „Gerade in Corona-Zeiten mit den eingeschränkten persönlichen Kontaktmöglichkeiten ist dieses neue Angebot noch wertvoller“, so Stickeln.

Schon längst hat sich herumgesprochen, dass ehrenamtlich Tätige aus dem Kreis Höxter in der Anfang des Jahres eingerichteten Geschäftsstelle Ehrenamt wertvolle Unterstützung bekommen. Der Kreis Höxter nimmt als einer von nur 18 Landkreisen in ganz Deutschland an dem vom Bund für eine Laufzeit von drei Jahren mit 360.000 Euro geförderten Modellprojekt „Hauptamt stärkt Ehrenamt“ teil. Maßgebliches Ziel dabei ist es, für die freiwillig Aktiven eine vernetzende, koordinierende und beratende Funktion zu übernehmen. Dazu gehört es auch, analoge und digitale Strukturen aufzubauen und Austauschmöglichkeiten zu schaffen, um die Ehrenamtlichen bei ihrer Arbeit zu unterstützen.

Mit einer engen Verzahnung von Haupt- und Ehrenamt im Kreis Höxter sollen die Ehrenamtlichen noch besser unterstützt und alle Formen – ob langfristiges oder kurzfristiges Engagement – gefördert werden. Wichtiges Standbein soll dabei die neue digitale Austauschplattform werden, bei deren Entwicklung auch auf die Erfahrungen und vorhandenen Strukturen aus dem Projekt Smart Country Side zurückgegriffen worden ist. Hier findet man ein umfangreiches Angebot für unterschiedliche Bereiche. So werden Förderprogramme, Wettbewerbe und Preise genauso vorgestellt wie Möglichkeiten der Anerkennung, zum Beispiel mit der Ehrenamtskarte, der Juleica oder dem Heimat-Preis Kreis Höxter.

Zusätzlich zur Internetseite erscheint in regelmäßigen Abständen ein Newsletter der Geschäftsstelle Ehrenamt. Neben aktuellen Themen, Neuheiten im Vereinsleben und den Förderprogrammen, haben die Ehrenamtlichen die Möglichkeit, sich und ihre Arbeit in einem Steckbrief vorzustellen. Etwa vier Steckbriefe pro Newsletter werden veröffentlicht. Die formalen Vorgaben und das Anmeldeverfahren werden auf der neuen Internetseite vorgestellt. In einem Terminkalender findet man unter anderem ein analoges und digitales Beratungs- und Fortbildungsangebot mit unterschiedlichen Schwerpunktthemen. „Dabei werden wiederkehrende Problemstellungen durch fachlich versierte Dozenten und Referenten aufgearbeitet, vermittelt und spezifische Fragen beantwortet“, erläutert Ehrenamtsmanagerin Katharina Serinelli. „Den Ehrenamtlichen soll so der Alltag vereinfacht werden.“

Die Höxteranerin wechselte, nach ihrem Studium Medienproduktion an der Technischen Hochschule OWL in Lemgo und einem Abendstudium zur staatlich geprüften Betriebswirtin (Absatzmarketing), aus der Marketingleitung der Firma Krebs & Riedel in Bad Karlshafen zur Kreisverwaltung und vertritt nun Bernadett Walker, die sich momentan in Elternzeit befindet. Unterstützt wird sie in der Geschäftsstelle Ehrenamt von Dorina Bernsmann. Beide freuen sich auf die Zusammenarbeit mit den zahlreichen Ehrenamtlichen: „Gemeinsam wollen wir die wichtige Funktion des Ehrenamts unterstreichen. Dies ist uns eine Herzensangelegenheit, da wir uns in unserer Freizeit selbst ehrenamtlich engagieren.“

Unter dieser Internetadresse ist die neue Ehrenamt-Webseite des Kreises Höxter, die auch für Mobilgeräte geeignet ist, zu erreichen: www.ehrenamt.kreis-hoexter.de

Foto: Kreis Höxter

 

Samstag, 21. November 2020 10:57 Uhr

Höxter (red). Bis zu 400 Menschen rufen derzeit jede Woche beim Corona-Telefon des Kreises Höxter an. Mit dem Service möchte die Kreisverwaltung dazu beitragen, den Bürgerinnen und Bürgern bei Fragen weiterzuhelfen. Das Corona-Telefon des Kreises ist über die Nummer 05271/965-1111 montags bis donnerstags von 8 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 16 Uhr erreichbar. Freitags sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 8 bis 12 Uhr im Einsatz und samstags von 10 bis 14 Uhr.

„Corona ist im Alltag der meisten Menschen das bestimmende Thema. Das merken wir auch bei den vielen Anruferinnen und Anrufern“, sagt Landrat Michael Stickeln. „Viele Bürgerinnen und Bürger sind nach wie vor verunsichert und haben Fragen. Mit dem Corona-Telefon möchten wir eine konkrete Hilfestellung anbieten.“

Beim Kreis Höxter kümmern sich insgesamt 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Schichtbetrieb zu je drei bis vier Personen um die Beantwortung der zahlreichen Anrufe. „Oft rufen Menschen an, die gerade erst ihr positives Testergebnis von ihrem Hausarzt erhalten haben. Viele sind dann aufgewühlt und sehr in Sorge. Wir beruhigen die Anrufer erst einmal und sagen ihnen, wie es jetzt weitergeht“, erläutert Thomas Fuest, Koordinator des Corona-Telefons im Krisenstab des Kreises. „Grundsätzlich brauchen die Menschen, die positiv getestet worden sind, nicht bei uns anzurufen. Sobald die Testergebnisse auch beim Gesundheitsamt vorliegen, melden sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter telefonisch und geben alle nötigen Informationen.“

Viele Fragen kommen auch bezüglich der Zuordnung in die Gruppe der sogenannten „Kontaktpersonen der Kategorie 1“. „Das sind Menschen, die zu einer Person mit einer nachgewiesenen Infektion über einen Zeitraum von mindestens 15 Minuten engeren Kontakt hatten. Da in diesem Fall das Risiko einer Ansteckung hoch sein könnte, müssen sich diese Kontaktpersonen vorsorglich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Solange diese Menschen in der Quarantäne keine Krankheitssymptome zeigen, werden sie nicht getestet“, verweist Dr. Ronald Woltering, Leiter des Kreisgesundheitsamtes, auf die nationale Teststrategie.

Bei einigen Fragen rund um Corona sind jedoch andere Behörden oder Einrichtungen richtige Ansprechpartner, die dann über die Mitarbeiter des Corona-Telefons vermittelt werden:

  • Menschen mit Krankheitssymptomen oder anderen gesundheitlichen Problemen, die sich Sorgen um eine Infektion machen, sollten sich telefonisch an ihren Hausarzt wenden.
  • Wer sich etwa in angeordneter Quarantäne befindet und sich zum Beispiel fragt, was er darf und was nicht, sollte sich beim Ordnungsamt seiner Stadt melden.
  • Unternehmer und Selbstständige, die Fragen zu den staatlichen Hilfeleistungen haben, werden vom Team der Gesellschaft für Wirtschaftsförderung im Kreis Höxter beraten (Telefon 05271/9743 0)
  • Arbeitgeber, die Fragen zu den Ersatzansprüchen von Arbeitnehmern haben, die wegen der Quarantäne eines Kindes nicht arbeiten können, sollten sich an den Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) wenden.

Kreis Höxter informiert auch im Internet

Zusätzlich zum Service des Corona-Telefons bündelt der Kreis Höxter auf seiner Sonderseite www.corona.kreis-hoexter.de seit Beginn der Pandemie alle wichtigen Informationen und Ansprechpartner. Fortlaufend wird das Angebot ergänzt. Neu ist eine Übersicht, die farblich wie eine Ampel aufgebaut ist: Grün steht für erlaubte Dienstleistungen wie etwa medizinisch notwendige Behandlungen oder auch das gastronomische Angebot von Speisen zum Mitnehmen. Orange kennzeichnet die Bereiche, in denen es gewisse Einschränkungen gibt wie etwa die Maskenpflicht in Schulen. Rot steht für die Einrichtungen, die derzeit geschlossen sein müssen, wie zum Beispiel Theater, Kinos oder Fitnessstudios.

Bildunterzeile

Um die vielen Fragen der Bürgerinnen und Bürger bezüglich der Corona-Pandemie zu beantworten, gibt es beim Kreis Höxter ein eigenes Service-Telefon. Dadurch möchten (stehend von links) Landrat Michael Stickeln, Krisenstabsleiter Gerhard Handermann und Thomas Fuest (Koordinator des Corona-Telefons im Krisenstab des Kreises) ein konkretes Angebot zur Hilfestellung anbieten. Am Freitag haben (sitzend von rechts) die Mitarbeiterinnen Carina Mönnekes und Elisabeth Heise sowie Mitarbeiter Felix Dohmann die Anrufe  entgegengenommen.

Foto: Kreis Höxter

Blaulicht
Sonntag, 22. November 2020 09:31 Uhr
Mund-Nasenschutz am Steuer
Dienstag, 17. November 2020 11:25 Uhr

Brakel (TKu). Vermutlich falsch entsorgter Müll hat am Montagmorgen um kurz vor 11 Uhr in der Bergstraße in Brakel-Siddessen die Feuerwehr auf den Plan gerufen. Beim Einfüllen einer Wertstofftonne in ein Müllfahrzeug habe es plötzlich eine Stichflamme gegeben. Sofort alarmierten die Müllwerker die Feuerwehr, weil sie davon ausgegangen sind, dass der gesamte Müllwagen mit Unmengen an Plastikmüll in Flammen aufgeht.

Die Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Brakel aus Siddessen, Gehrden, Frohnhausen und Auenhausen waren schnell vor Ort. Gemeinsam mit den Müllwerkern haben sie daraufhin die Pressvorrichtung geöffnet und den Müll an dieser Stelle kontrolliert und zudem mit Wasser abgelöscht. Die Feuerwehr konnte sowohl eine Rauchentwicklung wie auch ein Glutnest im Müll ausmachen. Anschließend haben sich die Verantwortlichen dazu entscheiden, den Müll vorsorglich auf dem Dorfplatz nahe der Kirche abzukippen und später nach einiger Standzeit in einen offenen Container umzuladen.

Als Brandursache stellten die Wehrleute eine stark verkohlte Spraydose fest. Sie wurde zwar nicht eindeutig als Ursache für die Stichflamme identifiziert, aber der Verdacht liege nahe. Die Entsorgungsindustrie weist auf Anfrage darauf hin, dass nur Spraydosen, die mit einem grünen Punkt gekennzeichnet sind, in der gelben Wertstofftonne entsorgt werden dürfen, aber auch nur, wenn sie zuvor auch völlig entleert worden sind. 

Wie heftig es sein kann, wenn eine Spraydose explodiert, demonstrierte die Freiwillige Feuerwehr Höxter, Löschgruppe Bödexen, bei ihrem Tag der offenen Tür im September 2018 mit einem Spezialgerät: Haarsprays, Deos oder Raumdüfte bestehen oft zum großen Teil aus Propan und Butan. Aus Gasen, die sonst den Grill befeuern, Häuser beheizen oder sogar Autos antreiben. Gelegentlich kommt auch Dimethylether zum Einsatz, was ebenfalls hochentzündlich wirkt. In den Spraydosen dienen diese Gase als Treibmittel.

Unter Druck sind sie in der Spraydose flüssig. Doch sobald das Treibmittel über das Ventil entweicht, verteilt es die übrigen Bestandteile des Sprays wie Alkohol und Duftstoffe als feinen Sprühnebel. Bei Kompression einer Spraydose aus Metall können Funken entstehen und die Sprühdose könne bersten, was zum schlagartigen Vergasen des Inhaltes führe. Ein Funke reiche nun aus, um eine starke Explosion mit starker Hitzeentwicklung zu produzieren, berichtet die Feuerwehr. Das könne dann schon mal wirken wie eine gefährliche Mini-Bombe, so die Feuerwehr!

Foto: Thomas Kube

Sonntag, 15. November 2020 09:14 Uhr

Brakel (red). Am Samstag, gegen 08.40 Uhr, geriet auf der Kreisstraße K41 zwischen Frohnhausen und Auenhausen ein Fahrzeug in Brand.

Ein 79-jähriger Fahrzeugführer befuhr mit seinem Mercedes Benz die Kreisstraße (K 41) von Frohnhausen nach Auenhausen. Plötzlich erkannte er, wie aus seinem Auspuff "kleine Teilchen und Rauch" entwichen. Der Fahrer stoppte seinen Pkw und stieg aus. In diesem Moment schlugen bereits die ersten Flammen unter dem Fahrzeug hervor und kurze Zeit später brannte der Mercedes komplett. Die Ursache ist unbekannt, es wird ein technischer Defekt vermutet.

Der 79-Jährige hatte sein Fahrzeug rechtzeitig verlassen und blieb unverletzt. Die sofort alarmierte Feuerwehr löschte den Brand. Das ausgebrannte Fahrzeugwrack musste geborgen und abgeschleppt werden. An der Fahrbahndecke entstand ebenfalls ein Schaden.

Die Gesamtschadenshöhe beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 8.250 Euro. Eine Absicherung und Beschilderung der Schadensstelle wurde durch den Kreisbauhof Warburg vorgenommen.

Foto: Polizei

Samstag, 14. November 2020 11:22 Uhr

Kreis Höxter (red). In den vergangenen Tagen haben die Beamten der Polizei Höxter im Kreisgebiet mehrere Verstöße gegen die Corona-Schutzverordnung in Fahrzeugen festgestellt und in einzelnen Fällen auch Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen gefertigt. 

Zum Beispiel war auf der B 252 bei Brakel-Siddessen am 11. November, gegen 0.25 Uhr, im Rahmen einer Verkehrskontrolle ein Fahrzeug aufgefallen, in dem sich drei Personen aus drei verschiedenen Haushalten ohne Schutzmaske aufhielten. Eine ähnliche Feststellung trafen die Beamten in Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall bei Steinheim am 10. November gegen 23.40 Uhr. Hier hatten sich in einem Fahrzeug, das in einen Graben geraten war, ansonsten aber unbeschädigt blieb, vier Personen aus vier unterschiedlichen Haushalten aufgehalten. 

Auch bei einer Verkehrskontrolle in Höxter am 12. November ergaben sich drei Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen, weil die Personen im Auto sich nicht an die Corona-Schutzverordnung gehalten haben. Mehr noch: Als die Beamten gegen 1.30 Uhr den BMW am Küsterweg überprüfen wollten, reagierten die drei kontrollierten Personen aggressiv, so dass noch eine Anzeige wegen Personalienverweigerung gestellt wurde. Zusätzlich wurden die festgestellten Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung mit einer weiteren Anzeige geahndet.

Grundsätzlich appelliert die Polizei im Kreis Höxter daran, auch bei Fahrten mit mehreren Personen in einem Auto auf die Kontaktbeschränkungen gemäß der Corona-Schutzverordnung zu achten. Da in einem Auto die vorgeschriebenen Mindestabstände naturgemäß schlecht eingehalten werden können, dürfen hier nur Personen aus höchstens zwei verschiedenen Haushalten zusammenkommen. "Diese Maßnahme dient auch dem eigenen Schutz", appelliert Norbert Lammers, Direktionsleiter Verkehr der Kreispolizeibehörde Höxter, an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer.

Bei Fahrgemeinschaften zur Arbeitsstelle oder auch bei gemeinsamen Fahrten zu Schule werde aber geduldet, wenn sich Kollegen oder Kinder aus mehreren Haushalten im Auto sammeln. Ähnlich wie bei einer Fahrt mit dem öffentlichen Personennahverkehr ist dann von den Mitfahrern eine Alltagsmaske zu tragen.

Und: Diese Ausnahme gilt nur für beruflich oder schulisch veranlasste Fahrten, nicht für Freizeitbeförderungen. "Die Polizeibeamten werden das im Einzelfall überprüfen und immer mit Augenmaß bewerten", kündigt Norbert Lammers weitere Kontrollen an.

Bei Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung drohen zum Beispiel Bußgelder von 250 Euro pro Person, wenn die Kontaktbeschränkungen nicht befolgt werden. Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, riskiert ein Bußgeld von mindestens 50 Euro.

Donnerstag, 12. November 2020 13:35 Uhr

Bad Driburg (red). Die Staatsanwaltschaft Paderborn hat am 19. und 28. Oktober zwei Anklagen gegen einen 40-Jährigen aus Bad Driburg erhoben. Dem Mann wird nach dem Ergebnis der Ermittlungen vorgeworfen, am 7. Juli in Bad Driburg früh morgens einen Mann vor dessen Haustür beraubt zu haben, indem er unter Androhung von Gewalt 15 Euro Bargeld aus dem Portemonnaie des Opfers nahm. Einen Tag später brach er in die im Erdgeschoss seines Opfers gelegene Wohnung ein und entwendete dort eine Playstation sowie zwei Notebooks. Als der Geschädigte in Begleitung eines Bekannten am selben Abend auf den Angeschuldigten traf, der das Diebesgut bei sich führte, kam es zu einer Auseinandersetzung, in der der Angeschuldigte den Geschädigten mit einem Messer bedrohte, aber letztlich flüchtete.

Mit der weiteren Anklage wird dem Mann nach den Ermittlungen vorgeworfen, am 18. August nachts in Bad Driburg in einen Getränkemarkt eingebrochen zu sein und Waren im Wert von 1.000 Euro entwendet zu haben. In der vergangenen Woche erließ das Amtsgericht Höxter auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen dieser Vorfälle Haftbefehl gegen den Mann, den die Polizei in Bad Driburg in der vergangenen Woche auf frischer Tat ertappen und festnehmen konnte.

Der Haftbefehl wurde dem Tatverdächtigen am Mittwoch, 11. November, vor Gericht verkündet, unmittelbar danach musste er die Untersuchungshaft antreten. Die Staatsanwaltschaft Paderborn und die Ermittler der Kreispolizeibehörde Höxter sind aktuell dabei, weitere verschiedene Verfahren zusammenzutragen, die noch gegen ihn anhängig sind. Dabei handelt es sich um zahlreiche Taten, die der 40-Jährige allein in diesem Jahr begangen haben soll. Darunter mehrere Fälle von Ladendiebstahl, Einbrüche in Büro- und Geschäftsräume, und auch ein Fall von Diebstahl mit Waffen.

Vor allem Geschäfte, Gaststätten und Getränkemärkte im Stadtgebiet von Bad Driburg sowie Büroräume von Autohäusern und Werkstätten waren offenbar das bevorzugte Ziel des Einbrechers. In einigen Fällen blieb es bei erfolglosen Einbruchversuchen, bei denen allerdings Sachschaden entstand. In anderen Fällen wurden zum Teil große Mengen Zigaretten, Bargeld, Alkohol, Gegenstände oder auch Kfz-Kennzeichen entwendet. Die Ermittlungen sind insoweit noch nicht abgeschlossen, eine Tatbeteiligung an weiteren Einbrüchen in Gaststätten und Geschäften wird aktuell geprüft.

Politik
Montag, 16. November 2020 11:01 Uhr
Haupt- und Finanzausschuss trifft sich
Samstag, 14. November 2020 11:38 Uhr

NRW (red). Die Die NRW-Koalition stärkt in dieser schwierigen Zeit die Innenstädte und Zentren. Von dem 70 Millionen schweren Sofortprogramm zur Stabilisierung unserer Innenstädte und Zentren werden noch in diesem Jahr 129 Kommunen in Nordrhein-Westfalen mit 40 Millionen Euro unterstützt. Mit insgesamt 931.514 Euro werden auch die Innenstädte von Bad Driburg, Brakel, Höxter, Steinheim und Warburg von diesen Fördergeldern profitieren. Aus dem Sofortprogramm stehen noch 30 Millionen Euro zur Verfügung. Die Frist für die Vorlage der Förderanträge wird auf den 30. April 2021 verlängert, damit Städte und Gemeinden auf aktuelle Entwicklungen reagieren können.

Dazu erklärt der CDU Landtagsabgeordnete Matthias Goeken: „Das Förderprogramm ist für unseren Handel, aber auch die Bürgerinnen und Bürger, ein echter Lichtblick. Von einer starken Innenstadt profitieren alle. Sie ist das Aushängeschild und auch ein Ort der Begegnung. Corona hat den Einzelhandel in unserer Stadt stark getroffen. Mit dem Fördergeld will die NRW-Koalition den Kommunen eine Stütze in dieser schweren Zeit sein und ihnen unter die Arme greifen. Das Geld wird noch in diesem Jahr ausgezahlt und ermöglicht ein rasches Handeln. Ich bin sehr froh, dass die NRW-Koalition wieder einmal schnell in Pandemiezeiten handelt und die kommunale Familie mit Hilfsprogrammen fest im Blick hat.“

Folgende Städte erhalten aus dem „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren“ Fördergeld:

Stadt

Maßnahme

Fördermittel

Bad Driburg

Bad Driburg Hellwegzentrum

99.000

Brakel

Historischer Stadtkern und zentraler Versorgungsbereich Brakel

484.367

Höxter

Innenstadt Höxter

99.584

Steinheim

Stadtkern Steinheim

135.655

Warburg

Warburg

112.908

 Foto: Goeken

 

Samstag, 14. November 2020 08:34 Uhr

Kreis Höxter (red). Bei der ersten Bürgermeisterkonferenz nach der Kommunalwahl begrüßte Landrat Michael Stickeln in der Aula des Kreishauses bekannte und neue Gesichter. „In bewährter Tradition freue ich mich auf eine parteiunabhängige, gute Zusammenarbeit zum Wohle unseres Kreises und der zehn Städte“, sagte Stickeln zur Begrüßung.

Der Landrat und die zehn Bürgermeister treffen sich regelmäßig, um Themen zu erörtern, die alle Städte und den Kreis betreffen und um die interkommunale Zusammenarbeit voranzutreiben. Zu Beginn wählten die Bürgermeister Steinheims Stadtoberhaupt Carsten Torke zu ihrem Sprecher. Er dankte seinen Amtskollegen für ihr Vertrauen. Zum Stellvertreter wurde der Brakeler Bürgermeister, Hermann Temme, gewählt.

Kreiskämmerer Gerhard Handermann stellte anschließend die vorläufigen Eckdaten des Kreishaushaltes 2021 vor. Die Kreisordnung sieht vor, zur Festsetzung der Kreisumlage das Benehmen mit den umlagepflichtigen kreisangehörigen Städten herzustellen. Vorgestellt wurden insbesondere die Entwicklungen für die stärksten Ertrags- und Aufwandsbereiche und die Auswirkungen auf die von den Städten aufzubringende Kreisumlage und die vom Kreis aufzubringende Landschaftsumlage. „Die seit Monaten andauernde Covid-19-Pandemie hat massive Auswirkungen auf das öffentliche und private Leben, insbesondere aber auch auf die wirtschaftliche Situation in unserem Lande“, sagte Handermann. Dies treffe auch Kreise und Kommunen. Bund und Land sorgten jedoch mit einer Reihe von Maßnahmenpaketen zur Entlastung der kommunalen Haushalte.

Ein weiteres Thema war die Zusammenarbeit der städtischen Ordnungsämter und der Kreispolizeibehörde Höxter bei der Pandemiebewältigung. Zu einem Austausch hatte Landrat Stickeln den Abteilungsleiter Polizei der Kreispolizeibehörde Höxter, Christian Brenski, eingeladen. „Die überwiegende Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger bei uns im Kreis Höxter hält sich an die Corona-Regeln“, sagte Landrat Stickeln. Doch komme es immer wieder zu Verstößen. Dies mache Kontrollen notwendig, die Ordnungsämter und Polizei stark belasten.

Foto: Kreis Höxter

Wirtschaft
Mittwoch, 18. November 2020 10:29 Uhr
Gute Nachricht aus Berlin - Novemberhilfe jetzt auch für Bäckerei-Cafés
Dienstag, 10. November 2020 10:59 Uhr

Brakel (red). Sie hat immer den ganzen Menschen im Blick – unabhängig von Alter oder  Glaubensüberzeugung. In schweren Situationen hört sie zu und hilft, die verlorene Orientierung im Leben zurückzugewinnen. "Mit Operationen oder anderen Maßnahmen kann der Körper zwar gestützt werden, aber auch die Seele des Menschen benötigt Pflege", ist Schwester Baptista Kerkhoff überzeugt. Seit fast 20 Jahren arbeitet die 82-Jährige als Krankenhaus-Seelsorgerin in Brakel und Höxter. Für sie ist jetzt jedoch die Zeit gekommen, ihren Dienst zu beenden.

Diese Entscheidung ist ihr nicht leicht gefallen, gibt sie zu. "Leider muss ich nun aus Alters- und Krankheitsgründen zurücktreten", sagt Schwester Baptista, blickt aber mit Stolz auf fast 60 Jahre Leben in Brakel zurück. Die Ordensgemeinschaft der Armen Schulschwestern ist seit 170 Jahren auf der Brede in Brakel.

War Schwester Baptista zwischenzeitlich auch als Seelsorgerin auf der Palliativ-Station im St. Ansgar Krankenhaus in Höxter tätig, so arbeitete sie in den vergangenen Jahren im St. Vincenz Hospital in Brakel. Wer Schwester Baptista auf den Fluren begegnet, grüßt sie und schenkt ihr ein Lächeln. Nicht nur die Patienten sind ihr für ihr stets offenes Ohr und die warmen Worte dankbar, auch die Mitarbeiter schätzen ihren Einsatz. Die 82-Jährige ist Seelsorgerin aus Überzeugung, mit dem Herzen am rechten Fleck und dem nötigen Fingerspitzengefühl.

"Es ist meine Berufung, allen Menschen zuzuhören", sagt sie, "ich habe immer versucht, sie zu verstehen und sie dabei zu begleiten, zu sich selbst zu finden." Der Dienst war auch für sie nicht immer einfach. Sie begleitete schwerkranke Patienten bis zum Tod. Häufig klingelte das Telefon auch in der Nacht. "Auch ich hatte zwischendurch schlechte Tage. Aber die Dankbarkeit der Menschen machte mich immer wieder zufrieden", erinnert sie sich zurück. 

KHWE-Geschäftsführer Christian Jostes und Pfarrer Willi Koch bedauern, dass Schwester Baptista ihren Dienst nun beendet. Ein Seelsorger sei für das Leben im Krankenhaus unverzichtbar. Erst vor wenigen Wochen ging mit dem Abschied der Vincentinerinnen im St. Antonius Seniorenhaus der KHWE eine 170-jährige Geschichte zu Ende.

Mit dem Abschied von Schwester Baptista verliert die KHWE nun die gute Seele des Brakeler Krankenhauses. "Doch niemals geht man so ganz", sagt der Klinik-Chef und freut sich, dass Schwester Baptista der KHWE künftig weiterhin als Sprecherin der Grünen Damen treu sein wird. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ruht die Arbeit der engagierten Frauen leider seit mehreren Wochen. "Sobald wir wieder zu den Patienten gehen dürfen, freue ich mich", sagt Schwester Baptista Kerkhoff und verrät: "Mein Herz hängt an der Sorge für die Patienten, an Brakel und an den Menschen, die hier leben."

Seit 60 Jahren in Brakel

Vor 60 Jahren kam Schwester Baptista aus dem Münsterland nach Brakel. Seit dem lebt sie im Kloster Brede. Mehr als ein halbes Jahrhundert war sie in der Gemeinschaft der Armen Schulschwestern für Menschen in Brakel und Umgebung tätig. Neben dem Aufbau und der Leitung des Berufskollegs Brede ist sie seit 40 Jahren für die Pfarrgemeinde St. Michael Brakel im Einsatz. Bis zu ihrem Beginn in der Krankenhaus-Seelsorge engagierte sie sich als Lektorin und Kommunionhelferin in der Pfarrkirche St. Michael. Als die Vorbereitung der Firmlinge zum Teil Aufgabe der Pfarrgemeinde-Mitglieder wurde, wirkte sie ehrenamtlich in der Vorbereitung der Firmkatecheten aus der Stadt Brakel und aus einigen Dörfern. Ein Jahr lang hat sie bei der schulischen Vorbereitung der Grundschulkinder auf die Erstkommunion mitgearbeitet und war von 2005 bis 2018 Geistliche Begleiterin des Vorstandes der Regional-Caritaskonferenzen im Dekanat Höxter für Bad Driburg, Brakel und Steinheim.

Seit fast 20 Jahren ist sie Mitglied des Pastoral-Teams des Pastoralen Raumes Brakeler Land. "Ich habe ihr engagiertes Wirken in der Gemeinde sehr geschätzt", sagt Pfarrer Willi Koch. Auch der Pfarrgemeinderat, der Kirchenvorstand und das gesamte Team des Pastoralen Raumes Brakeler Land danken Schwester Baptista herzlich.

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation erfolgt die Verabschiedung von Schwester Baptista in einem Dankesgottesdienst mit begrenzter Teilnehmerzahl.

Foto: KHWE

 

Montag, 02. November 2020 11:51 Uhr

Bad Driburg/Altenbeken (red). Wegen steigender Corona-Infektionszahlen müssen die Arzt-Patienten-Seminare der KHWE in Bad Driburg und Altenbeken zum Thema "Das schwache Herz: Erkennung und Behandlung der Herzinsuffizient in diesem Jahr ausfallen. "Wir haben uns diese Entscheidung nicht leicht gemacht. Die aktuellen Entwicklungen lassen uns jedoch keine andere Wahl", sagt Dr. Detlef Michael Ringbeck, Organisator und Chefarzt der Kardiologie am St. Josef Hospital in Bad Driburg. 

Von der Absage betroffen sind die Arzt-Patienten-Seminare am 12. November im Rathaus Bad Driburg und am 18. November im Pfarrheim Altenbeken, die anlässlich der jedes Jahr stattfindenden Herzwochen der Deutschen Herzstiftung von den Medizinern angeboten werden. Zu den Seminaren eingeladen hatten Dr. Detlef Michael Ringbeck und Dr. Jörg Stachowitz, Leitender Oberarzt der Kardiologie am St. Josef Hospital in Bad Driburg.

In Deutschland leben nach Expertenschätzung etwa vier Millionen Menschen mit einer chronischen Herzschwäche. Fast eine halbe Million Patienten müssen stationär behandelt werden und nahezu 40.000 Personen versterben jährlich an den Folgen der Leistungsinsuffizienz des Herzens, so Dr. Ringbeck.

Aus diesem Grund sollte in den Vorträgen neben den Ursachen auch auf die Diagnostik und Therapie der Herzinsuffizienz eingegangen werden. Auch wollten die Herzspezialisten den Einfluss des Corona-Virus auf Erkrankungen des Herz- und Kreislaufsystems erläutern, da oftmals chronisch Kranke einen schweren Verlauf der Infektion nehmen. Umso wichtiger ist es, auch weiterhin bei unklaren Beschwerden wie beispielsweise Atemluftnot, Rhythmusstörungen oder Schmerzen im Brustkorb den Arzt aufzusuchen und eine Abklärung vornehmen zu lassen. Dr. Detlef Michael Ringbeck: "Nur so kann vermieden werden, dass Menschen zum Beispiel an einem akuten Herzinfarkt versterben, da sie aus Angst vor der Corona-Infektion zu Hause geblieben sind."

Sport
Freitag, 06. November 2020 11:01 Uhr
Kreis Höxter: 14 neue Sporthelfer ausgebildet
Mittwoch, 28. Oktober 2020 13:14 Uhr

Brakel (red). „Vor dem Hintergrund der aktuellen Situation und der Verantwortung, die wir als Vorstand der DJK Brakel gegenüber unseren Mitgliedern, den Kursteilnehmern sowie den Übungsleitern und Mandatsträgern haben, hatten wir gestern im Rahmen einer Sondersitzung per Videokonferenz zu entscheiden, wie wir mit der aktuellen Situation umgehen. Nach einer intensiven Diskussion, dem Abwägen der uns bekannten Verordnungslage und unserer Einschätzung der Situation haben wir folgenden Beschluss einstimmig gefasst: Ab sofort wird der gesamte Sportbetrieb bis auf Weiteres eingestellt“, erklärte der Verein am späten Dienstagabend.

„Wir hoffen damit alle, die an unseren Veranstaltungen teilnehmen sowie die Übungsleiter und auch die Mandatsträger vor Schaden durch eine potenzielle Virusinfektion zu bewahren. Wir hatten bereits im März beim ersten Lockdown betont, dass uns die Gesundheit aller am wichtigsten ist und daher ist diese Entscheidung der notwendige Schritt“, führt die Vereinsführung weiter aus.

„Wie geht es nun weiter? Unser Vorstandsbeschluss ist an die offiziellen Inzidenzwerte gebunden, so dass wir für die Wiederaufnahme folgendes beschlossen haben: Ist der Inzidenzwert größer als 50, findet kein Sportbetrieb bei der DJK statt. Ist der Inzidenzwert mehr als 7 Tage unter 50, ist der Sportbetrieb wieder möglich und der Vorstand kann die Veranstaltungen freigeben. Für Reha und Sport der Älteren ist die Wiederaufnahme des Sportbetriebs an den Inzidenzwert 35 gebunden. D.h. sobald der Inzidenzwert länger als 7 Tage unter 35 liegt, ist der Sportbetrieb wieder möglich und der Vorstand kann die Veranstaltungen freigeben.“

Voraussetzung für die Freigaben sei, dass die dann offiziell geltenden Verordnungen für das Land NRW oder den Kreis Höxter dies zulasse. Bei einer Wiederaufnahme seien die Hygieneregeln strikt einzuhalten.

Dienstag, 27. Oktober 2020 10:45 Uhr

Kreis Höxter/Brakel (red). Der Kreissportbund Höxter veranstaltet in Kooperation mit dem DAV Kletterzentrum OWL vom 6. bis zum 27. November einen kostenlosen Kletterkurs in Brakel. Teilnehmen können Anfänger im Alter von 14 bis 16 Jahren. Geklettert wird immer freitags in der Zeit von 16 bis 18 Uhr.

Panorama
Dienstag, 03. November 2020 11:31 Uhr
Satellitenbilder helfen bei Waldbrandbekämpfung
Donnerstag, 17. September 2020 08:32 Uhr

Paderborn (red). Die Wirtschaftsjunioren Paderborn+Höxter sowie der Wirtschaftsclub schließen sich der Entscheidung der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen (IHK) an. Die heimische Wirtschaft steht zum Erhalt des Flughafens Paderborn/Lippstadt und unterstützt das von der Flughafen-Gesellschafterversammlung beschlossene Sanierungskonzept in einer Insolvenz in Eigenverwaltung.

„Ein starker Standort, wie Ostwestfalen-Lippe, braucht einen modernen Flughafen, der in die Zukunft ausgerichtet ist. Mit dem Sanierungskonzept ist der erste richtige Schritt getan, denn es stärkt die Symbiose aus Tourismus und Geschäftsreiseverkehr nachhaltig. Dafür bezieht es ökologische Gesichtspunkte und die aktuellen Entwicklungen rund um die Mobilität der Zukunft mit ein. So hat der Flughafen Paderborn/Lippstadt eine echte Chance auf eine stabile Zukunft“, betont Kevin Taron, Vorsitzender der Wirtschaftsjunioren. Nicht nachvollziehen können die Wirtschaftsjunioren und der Wirtschaftsclub, dass Kritiker den Flughafen als überflüssig bewerten.

„Der Flughafen bietet der heimischen Wirtschaft in der Region einen echten Standortvorteil. Diese Infrastruktur leichtfertig aus der Hand zu geben, wäre fahrlässig, denn wenn der Flughafen erst einmal geschlossen ist, dann bleibt er geschlossen“, so Taron weiter.

Montag, 31. August 2020 11:20 Uhr

NRW (red). Die Landesregierung wird die Weiterfinanzierung der Schulsozialarbeit sicherstellen. „Ich freue mich sehr, dass die wertvollen Angebote der Schulsozialarbeit auch über den 31. Dezember 2020 hinaus in vollem Umfang erhalten bleiben. Entscheidend ist für alle Beteiligten und insbesondere für die Kinder und Familien, die diese Unterstützung brauchen, dass die Finanzierung auch künftig gesichert und so verlässliche Beschäftigungsmöglichkeiten für Schulsozialarbeit geschaffen werden können“, so Schul- und Bildungsministerin Yvonne Gebauer.

Minister Laumann erklärte dazu: „Es ist gut, dass die Schulsozialarbeit durch die Zusage der Landesregierung jetzt dauerhaft gesichert ist. Mit der Entscheidung stehen auch Mittel für die dauerhafte Fortführung der Berufseinstiegsbegleitung zur Verfügung. Jugendliche mit schlechteren Startchancen erhalten damit auch künftig die Möglichkeit, mit kontinuierlicher Unterstützung den Schulabschluss zu erreichen und anschließend den Einstieg in eine Berufsausbildung zu schaffen.“

Bereits jetzt finanziert das Land dauerhaft und unbefristet über 760 Stellen im Landesdienst für Fachkräfte der Schulsozialarbeit an Schulen. Darüber hinaus können Schulen auch Lehrerstellen mit Fachkräften besetzen, wenn der Unterricht ungekürzt erteilt wird. Auf diesem Weg sind bereits über 370 Schulsozialarbeiter beim Land beschäftigt. Bislang finanziert das Land zusätzlich das Programm „Soziale Arbeit an Schulen im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets in Nordrhein-Westfalen“ (BuT-Schulsozialarbeit) mit etwa 1.000 Vollzeitstellen für Fachkräfte, die ebenfalls auch im Bereich der Schulsozialarbeit tätig sind, im Gesamtvolumen von 47,7 Millionen Euro. Diese Fachkräfte, die an allen Schulformen arbeiten, werden mit diesen Mitteln von den Kommunen in der Regel befristet beschäftigt. Dieses Landesprogramm ist befristet bis zum Ende des Jahres 2020. 

Die Landesregierung hat mit der heute erreichten Grundsatzeinigung nun beschlossen, die sogenannte BuT-Schulsozialarbeit dauerhaft über Landesmittel zu finanzieren und so das Angebot aufrecht zu erhalten. An der Konzeption für die Aufgaben und Zuständigkeiten für Schulsozialarbeit und Schnittstelle zur Jugendhilfe wird nach dieser Grundsatzentscheidung über die Landesmittel nun gemeinsam mit den Beteiligten in Schule, Schulaufsicht, Kommunen und Fachverbänden weitergearbeitet.

Montag, 24. August 2020 08:29 Uhr

Düsseldorf (red). Nordrhein-Westfalen hat dem Bund die vorläufigen Ergebnisse zur Erntebilanz bei Getreide übermittelt. Mit 3,8 Millionen Tonnen Getreide liegt die Ernte trotz der im dritten Jahr in Folge extremen Witterungsausschläge fast genau auf Höhe des Vorjahres (+0,1 Prozent) und 2,9 Prozent unter dem sechsjährigen Mittel.

„Es wird trotzdem deutlich: Der Klimawandel wirkt sich auf die Landwirtschaft aus. Zudem hat auch die Corona-Pandemie es den Landwirtinnen und Landwirten nicht einfacher gemacht“, kommentierte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser die Bilanz.

Die Ministerin nahm die Erntebilanz zum Anlass, den Landwirtinnen und Landwirten für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken: „Sie leisten rund um die Uhr herausragende Arbeit für die Ernährung der Gesellschaft. Sie stellen auch in den schwierigen Zeiten unsere Versorgung sicher und bringen regionale Vielfalt auf unsere Teller. Wir Verbraucher sollten dies jeden Tag aufs Neue würdigen und unsere Lebensmittel und diejenigen, die sie erzeugen, wertschätzen", sagte Ursula Heinen-Esser.

Ein zu milder Winter, sehr hohe Niederschläge im Februar, außergewöhnliche Trockenheit im April und Mai, Spätfröste während der Eisheiligen und schließlich Hitze und Trockenheit im August haben das Wachstum fast aller Feldfrüchte in diesem Jahr beeinträchtigt. Dies hat dazu geführt, dass die Ernteergebnisse je nach Region und vor allem je nach Bodengüte außergewöhnlich stark streuen.

Regional kam es insbesondere bei Winterweizen auf guten Böden mit hoher Wasserspeicherung zu unerwarteten Rekorderträgen, während die Ernte vor allem auf leichten, sandigen Böden unterdurchschnittlich war. Die Anbaufläche für Getreide in Nordrhein-Westfalen stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent auf 507.090 Hektar und umfasst damit etwa die Hälfte der Ackerlandfläche. Lokale Aussagen zur Erntebilanz sind auf Grundlage der landesweiten Daten nicht möglich.

Weizenernte über dem Durchschnitt

Im Ergebnis liegen in Nordrhein-Westfalen die Flächenerträge bei Winterweizen mit 86,2 Dezitonnen pro Hektar (dt/ha) um 5,5 Prozent höher als im Vorjahr und 3,2 Prozent über dem langjährigen Mittel. Hingegen gingen die Erträge bei Wintergerste (70,8 dt/ha, minus 8 Prozent gegenüber Vorjahr, minus 7,2 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel), Winterroggen (62,1 dt/ha, minus 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, minus 3,9 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel), Triticale (61,2 dt/ha, minus 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, minus 11,2 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel) und Hafer (44,0 dt/ha, minus 9,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr, minus 17,6 Prozent gegenüber dem langjährigen Mittel) zurück.

„Neben der Menge spielt natürlich auch die Qualität der Ernte eine wichtige Rolle. Hier hat das warme Erntewetter dafür gesorgt, dass nahezu das gesamte Getreide sauber, trocken und pünktlich eingebracht werden konnte“, erklärte Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser.

Bei der wichtigsten Brotgetreideart Weizen deute sich an, dass die für das Backverhalten wichtigen Proteingehalte in diesem Jahr vor allem auf Flächen mit Rekorderträgen auf eher niedrigem Niveau liegen. Bei der Wintergerste als wichtigster Futtergetreideart werden besonders gut gefüllte Körner mit hohem Hektolitergewicht berichtet.

Sorgenkinder Grünland und Futter

Weniger günstig stellen sich derzeit die Aussichten für die Futtergewinnung dar. Insbesondere auf den leichten, sandigen Standorten haben Hitze und Trockenheit der letzten Wochen Mais, Futtergräsern und Grünland stark zugesetzt und lassen deutlich unterdurchschnittliche Erträge erwarten. Damit stehen viele Tierhaltungsbetriebe im dritten Jahr in Folge vor dem Problem knapper Winterfuttervorräte. Einsetzende Niederschläge werden die vorzeitige Abreife vieler Maisbestände nicht mehr aufhalten können. Allerdings gibt es auch früh gesäte Maisbestände auf guten Böden, die durchaus eine hohe bis sehr hohe Ernte erwarten lassen.

Ministerin Heinen-Esser: „Der trockenheitsbedingte Wachstumsstillstand auf Grünland wird in der verbleibenden Vegetationszeit nicht mehr aufzuholen sein. Das stimmt mich besorgt. Aber auch hier gibt es regional je nach Boden und Niederschlägen große Unterschiede.“ Unter der Hitze und Trockenheit litt auch der Kartoffelanbau. Nur mithilfe der Beregnung werden in diesem Jahr gute Erträge und Qualitäten möglich sein. Dort, wo nicht beregnet werden kann, sind schwache Erträge und zum Teil hohe Stärkegehalte und damit mehlige Knollen die Folge. Günstige Witterung mit ausreichenden Niederschlägen kann vor allem bei Zuckerrüben, aber auch bei späten Kartoffeln, Silo- und Körnermais sowie Grünland in den nächsten Wochen die Ernteerwartungen noch verbessern.

Samstag, 22. August 2020 10:07 Uhr

Düsseldorf (red). Ein neues Videospiel soll Kinder und Jugendliche über extremistische Einflüsse im Internet aufklären und ihre Medienkompetenz stärken: Innenminister Herbert Reul, der Chef der Staatskanzlei und für Medien zuständige Staatssekretär, Nathanael Liminski, und Martin Borchers, Produzent der Firma bildundtonfabrik (btf) haben am Freitag (21. August) das Spiel „Leons Identität“ vorgestellt. Der NRW-Verfassungsschutz und Staatskanzlei haben das Projekt gemeinsam beauftragt und begleitet.

„Das Netz ist die Dunkelkammer eines extremistischen Weltbildes und die Radikalisierungsmaschine des 21. Jahrhunderts. Deshalb ist es wichtig, dass der Staat hier maßgeschneiderte Angebote macht. Die Überzeugungen junger Menschen dürfen nicht von Populisten und Radikalen geprägt werden, da müssen und wollen wir mitmischen“, so Reul. Der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz sieht die Digitalisierung des Extremismus als größte Herausforderung für alle Sicherheitsbehörden an.

Nathanael Liminski sagte: „Nordrhein-Westfalen geht in der Extremismus-Prävention neue Wege. Mit ‚Leons Identität‘ wollen wir junge Menschen vor dem Abrutschen in die rechte Szene bewahren. Indem wir ihre Medienkompetenz stärken, machen wir sie immun gegen Hetze und Hass. Zielgruppengerecht gehen wir mit unserer Prävention dorthin, wo sonst Radikalisierung stattfindet.“

Leons Identität ist ein detektivisches Abenteuerspiel. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Jonas, der sich auf die Suche nach seinem vermissten Bruder macht. Jonas sucht in Leons Jugendzimmer nach Hinweisen und geht den Umständen seines mysteriösen Verschwindens auf den Grund, wobei er Leons langsames Abdriften in die rechtsextreme Szene nachzeichnet.

Bereits seit vier Jahren ist der nordrhein-westfälische Verfassungsschutz auf der Spielemesse „Gamescom“ präsent. Die positiven Erfahrungen dort sind der Hintergrund für die Entwicklung des Spiels. Das Spiel ist offiziell geprüft und hat die Alterskennung USK 12. Es eignet sich auch für den Einsatz in Schulen. Zum Spiel gehört eine Website, die eine Brücke in die reale Welt schlägt. Hier können die Spieler sich weiter informieren und valide Quellen sichten.

Entwickelt wurde das Spiel gemeinsam mit bildundtonfabrik (btf), unter anderem mehrfacher Gewinner des Grimmepreises und des deutschen Videospielpreises 2019. „Was wir können, ist über Extremismus und Radikalisierung aufklären, was wir aber nicht können, ist ein Videospiel entwickeln“, so Innenminister Reul. Das Gesamtbudget für die Entwicklung des Spiels betrug rund 220.000 Euro.

Mehr Informationen zu „Leons Identität“ gibt es unter www.leon.nrw.de

Foto/Screenshot: Land.NRW

 

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