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Dienstag, 17. November 2020 11:25 Uhr

Stichflamme aus Müllwagen: Falsch entsorgter Müll ruft Feuerwehr auf den Plan

Die Feuerwehr hat es 2018 in Bödexen simuliert, wie eine gewöhnliche Spraydose zu einer Minibombe wird.

Brakel (TKu). Vermutlich falsch entsorgter Müll hat am Montagmorgen um kurz vor 11 Uhr in der Bergstraße in Brakel-Siddessen die Feuerwehr auf den Plan gerufen. Beim Einfüllen einer Wertstofftonne in ein Müllfahrzeug habe es plötzlich eine Stichflamme gegeben. Sofort alarmierten die Müllwerker die Feuerwehr, weil sie davon ausgegangen sind, dass der gesamte Müllwagen mit Unmengen an Plastikmüll in Flammen aufgeht.

Die Löschgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Brakel aus Siddessen, Gehrden, Frohnhausen und Auenhausen waren schnell vor Ort. Gemeinsam mit den Müllwerkern haben sie daraufhin die Pressvorrichtung geöffnet und den Müll an dieser Stelle kontrolliert und zudem mit Wasser abgelöscht. Die Feuerwehr konnte sowohl eine Rauchentwicklung wie auch ein Glutnest im Müll ausmachen. Anschließend haben sich die Verantwortlichen dazu entscheiden, den Müll vorsorglich auf dem Dorfplatz nahe der Kirche abzukippen und später nach einiger Standzeit in einen offenen Container umzuladen.

Als Brandursache stellten die Wehrleute eine stark verkohlte Spraydose fest. Sie wurde zwar nicht eindeutig als Ursache für die Stichflamme identifiziert, aber der Verdacht liege nahe. Die Entsorgungsindustrie weist auf Anfrage darauf hin, dass nur Spraydosen, die mit einem grünen Punkt gekennzeichnet sind, in der gelben Wertstofftonne entsorgt werden dürfen, aber auch nur, wenn sie zuvor auch völlig entleert worden sind. 

Wie heftig es sein kann, wenn eine Spraydose explodiert, demonstrierte die Freiwillige Feuerwehr Höxter, Löschgruppe Bödexen, bei ihrem Tag der offenen Tür im September 2018 mit einem Spezialgerät: Haarsprays, Deos oder Raumdüfte bestehen oft zum großen Teil aus Propan und Butan. Aus Gasen, die sonst den Grill befeuern, Häuser beheizen oder sogar Autos antreiben. Gelegentlich kommt auch Dimethylether zum Einsatz, was ebenfalls hochentzündlich wirkt. In den Spraydosen dienen diese Gase als Treibmittel.

Unter Druck sind sie in der Spraydose flüssig. Doch sobald das Treibmittel über das Ventil entweicht, verteilt es die übrigen Bestandteile des Sprays wie Alkohol und Duftstoffe als feinen Sprühnebel. Bei Kompression einer Spraydose aus Metall können Funken entstehen und die Sprühdose könne bersten, was zum schlagartigen Vergasen des Inhaltes führe. Ein Funke reiche nun aus, um eine starke Explosion mit starker Hitzeentwicklung zu produzieren, berichtet die Feuerwehr. Das könne dann schon mal wirken wie eine gefährliche Mini-Bombe, so die Feuerwehr!

Foto: Thomas Kube

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