Brakel (red). Wie finden Menschen Trost, wenn das Leben aus den Fugen gerät? Mit dieser Frage beschäftigt sich ein Vortrag von Ullrich Auffenberg, zu dem die Hospizgruppe Brakel e.V. am Dienstag, 31. März 2026, einlädt.
In seinem Vortrag beschreibt Auffenberg die trostbedürftige Seele mit einem eindrücklichen Bild: Sie gleiche einer ausgetrockneten Landschaft nach langen Dürresommern. Wenn der Kontakt zum „Grund des Lebens“ verloren gehe, könne Trost wie neues Grundwasser wirken. Tränen, so seine These, seien dabei oft der Beginn dieses Trostes – eine Quelle, die wieder zu sprudeln beginnt, wenn Menschen es wagen, ihrer Traurigkeit, ihren Ängsten oder ihrem Schrecken ins Auge zu schauen und diese Gefühle auszusprechen.
Der Referent spricht über unterschiedliche Erfahrungen von Verlust, die Menschen in Trauer stürzen können. Dazu gehören Abschiede von geliebten Menschen durch den Tod, aber auch das Verlassenwerden durch noch lebende Menschen – etwa nach tiefen Enttäuschungen oder Kränkungen. Ebenso können Brüche im eigenen Lebensentwurf, nicht erreichte Ziele oder verlorene Visionen Trostbedürftigkeit auslösen.
Im Mittelpunkt des Abends steht die Frage, wie Trost gelingen kann. Trost zu spenden bedeute nicht, eigene Überzeugungen zu verteidigen oder schnelle Antworten zu geben, so Auffenberg. Vielmehr gehe es darum, den Schmerz eines Menschen ernst zu nehmen und ihm mit Achtung zu begegnen. Wer Trost erfahre, könne häufig „trotz allem“ mit Würde, Sinn und neuer Kraft weiterleben.
Der Vortrag findet am Dienstag, 31. März 2026, von 18 bis 20.15 Uhr im Haus des Gastes (Am Markt 5, Zugang über den Seiteneingang) statt. Interessierte sind herzlich eingeladen.