Höxter (red). „Die ‚ToleranzRäume‘ sind ein Ort der Begegnung und laden uns ein, die Perspektive zu wechseln.“ Das war eine der zentralen Botschaften von Stefan von Zons, politischer Bildner und Demokratie-Trainer, beim zweiten Diversity-Tag des Kreises Höxter. In der Aula des Kreishauses waren Mitarbeitende der Kreis- und Stadtverwaltungen sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunalpolitik, Bildung, Sport und sozialen Einrichtungen zusammengekommen.
Kreisdirektorin Manuela Kupsch eröffnete mit dem „Diversity-Tag“ gleichzeitig die bundesweite Wanderausstellung „ToleranzRäume“, die noch bis zum 28. Mai vor der Aula des Kreishauses besucht werden kann.
Kreisdirektorin Manuela Kupsch: „Ein Signal für Offenheit, Respekt und Chancengleichheit.“
„Vielfalt ist kein Zukunftsthema – sie ist längst Teil unserer Gegenwart“, stellte Kreisdirektorin Manuela Kupsch in ihrer Begrüßung heraus. Dabei folge der Kreis Höxter dem bundesweiten Aufruf der „Charta der Vielfalt“, das Thema Vielfalt, Respekt und Toleranz anlässlich des Diversity-Tages sichtbarer zu machen. „Wir wollen ein Umfeld schaffen, in dem sich jeder Mensch – unabhängig von Herkunft, Alter, Identität oder körperlichen Voraussetzungen – wertgeschätzt und sicher fühlt. Denn wir wissen: Nur wo Vielfalt gelebt wird, entsteht auch die Innovation und die Kraft, die wir für eine gute Zukunft brauchen. Nur mit Offenheit, Wertschätzung und Zusammenarbeit entsteht eine zukunftsfähige Gesellschaft, von der wir alle profitieren.“
Stefan von Zons gab Impulse und führte durch die Ausstellung
Für die inhaltliche Einführung in die interaktive Wanderausstellung „ToleranzRäume“ konnte die Kreisverwaltung den freiberuflichen politischen Bildner Stefan von Zons gewinnen. Der bekannte Demokratie-Trainer, der im Ruhrgebiet aufgewachsen und nun in Lippstadt beheimatet ist, führte die Teilnehmenden nach seinem vielfältigen und beeindruckenden Impulsvortrag durch die „ToleranzRäume“.
Die Ausstellung stellt Fragen, die alle Menschen im Alltag direkt betreffen: Was ist Toleranz? Wie begegne ich meinem Gegenüber mit Respekt? Wo liegen die Grenzen? „Sie lädt uns ein, darüber nachzudenken, wie jeder und jede Einzelne von uns – ob Schulkind oder Rentner, ob im Beruf oder im Alltag – unser Zusammenleben ein Stück besser machen kann“, sagte Stefan von Zons.
Die „Wimmelwand“ als interaktiver Mittelpunkt
Im Mittelpunkt der bundesweiten Ausstellung steht die sogenannte „Wimmelwand“. Diese detailreiche, großflächige Grafik bricht Alltagsszenen in spielerische Elemente auf. Sie zeigt versteckte Vorurteile und Klischees, spiegelt aber auch gelungene Toleranz wider. An dieser Station erfuhren die Teilnehmenden direkt vor Ort, wie sich ein realer Perspektivwechsel anfühlt. „Die ‚Wimmelwand‘ regt die Teilnehmenden beim genauen Hinsehen intensiv dazu an, das eigene Verhalten sowie stereotype Denkmuster im Alltag zu hinterfragen“, stellte Stefan von Zons heraus.
Filiz Elüstü: „Wichtiger Baustein für das gesellschaftliche Miteinander“
Filiz Elüstü, Teamleiterin des Kommunalen Integrationszentrums (KI) beim Kreis Höxter, hob die Bedeutung des Aktionstags hervor: „Toleranz und Offenheit sind das Fundament einer funktionierenden Gemeinschaft. Die interaktive Präsentation der bundesweiten Wanderausstellung ist vielfältig und beeindruckend. Sie ermöglicht es, komplexe soziale Fragen greifbar zu machen und Menschen unterschiedlicher Lebenswelten im direkten Gespräch zusammenzubringen.“
Anna Kröger vom Kommunalen Integrationszentrum (KI) des Kreises Höxter, stellte heraus: „Es ist von großem Wert, dass wir diese bundesweit beachtete Ausstellung ins Kreishaus holen konnten.“
„Wir alle konnten gemeinsam dazu beitragen, dass Vielfalt und gegenseitige Wertschätzung selbstverständlich werden. Toleranz fängt beim genauen Hinsehen an“, hoben Anna Lütkefend, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Höxter, und Julia Klenke, Schwerbehindertenvertretung des Kreises Höxter, hervor.
Der zweite Diversity-Tag im Kreishaus ist von Anna Kröger, Anna Lütkefend und Julia Klenke organisiert worden.
Dialog und Begegnung gefördert
„Die Wanderausstellung ToleranzRäume fördert nicht nur Wissen, sondern auch den Dialog zwischen den Akteuren“, zog Kreisdirektorin Manuela Kupsch ein rundum positives Fazit. „Die Ausstellung zeigt mit zahlreichen Beispielen aus dem Alltag, wie bereichernd Vielfalt für das menschliche Miteinander und wie wertvoll gelebte Toleranz ist.“
Ausstellung kann noch bis zum 28. Mai im Kreishaus besucht werden
Die Wanderausstellung ToleranzRäume kann noch bis zum 28. Mai 2026 in der Moltkestraße 12 in Höxter vor der Aula des Kreishauses besucht werden. Die Ausstellung steht allen Bürgerinnen und Bürgern, Schulklassen sowie interessierten Gruppen während der regulären Öffnungszeiten der Kreisverwaltung (montags bis donnerstags von 7:30 Uhr bis 16 Uhr sowie freitags von 7:30 Uhr bis 12:30 Uhr) offen.
Foto: Kreis Höxter